MAAS Profilzentrum GmbH

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1. Transport

Für die Be- und Entladung von Profilen sind geeignete Gabelstapler bzw. Kräne (evtl. mit Traversen) einzusetzen. Um Beschädigungen der Profiltafeln zu vermeiden, sind diese beim Transport auf der Baustelle ausreichend zu unterstützen und die Gurte oberhalb des Paketes zu spreizen. Ab einer Länge von 7,5 m sollten die Profile nicht mehr mit einem Gabelstapler transportiert werden.

Bis zu einer Länge von 10 m empfiehlt sich die Verwendung von Gurten. Ab 10 m der Einsatz einer geeigneten Traverse mit Hebegurten. Beim Anschlagen ist darauf zu achten, dass die Hebegurte die Kanten der Profile nicht beschädigen (z. B. Belegen von Kantenschutzwinkeln). Beim Transport auf der Baustelle sind die Profile grundsätzlich vom Stapel abzuheben und hochkant von mindestens zwei Personen zum Einbauort zu tragen. Eine Montage mit passender Saugtraverse ist auch eine sichere Möglichkeit.

Um Beschädigungen an den hochwertigen Oberfläche zu vermeiden, dürfen die Profile niemals über bereits verlegte Flächen oder scharfe Kanten gezogen werden.

Transport

2. LAGERUNG

Die Lagerung von lackierten Profilen im Freien darf nicht ohne Abdeckung erfolgen. Dabei ist eine Unterlüftung zu gewährleisten. Durch Unterlegen von Hölzern oder ähnlichem sind die Pakete in eine geringe Schräglage zu bringen und gut gegen Sturm zu verankern. Werkseitig eingestretchte Profile sind gegen Spritzwasser geschützt, solange die Folie unbeschädigt ist und die Überdeckung der Folie richtig verläuft.

Merke: Die Paketzettel von MAAS Eigenprodukten befinden sich immer am Hochpunkt.

Die Stretchfolie ist direkt bei Anlieferung an beiden Paketenden zu öffnen, damit eine ungehinderte Durchlüftung der Pakete möglich wird. Dabei ist zu beachten, dass im Hochpunkt nur soweit geöffnet wird, dass kein Regenwasser zwischen die Platten läuft. Unbeschichtetes Material, d. h. verzinktes oder blankes Material darf nicht im Freien gelagert werden. Sollte beim Transport oder Abladen Feuchtigkeit in die Pakete eindringen, sind diese sofort zu vereinzeln, da sich binnen weniger Stunden bei Stahl Weißrost und bei Aluminium Brunnenwasserschwärze bildet, die nicht ohne bleibende Oberflächenveränderung entfernt werden können. Bei längerer Lagerdauer sind die Profile immer unter Dach zu bringen.

Lagerung

3. SCHUTZFOLIE

Auf Wunsch werden die Profile mit Schutzfolie geliefert. Die Folien sind in der Regel nicht UV-beständig und müssen umgehend nach/bei der Montage entfernt werden. Max. UV-Standzeit 4 Wochen.

4. REINIGUNG UND AUSBESSERUNG

Verschmutzungen der hochwertigen Beschichtungen sollten durch sorgfältige Lagerung und Verlegung möglichst vermieden werden. Dennoch eingetretene Verschmutzungen sollten in frischem Zustand mit milder Seifenlösung und reichlichem Nachspülen mit Klarwasser entfernt werden. Bei kleinen Beschädigungen der Beschichtung genügt es, die Stelle mit einem bei uns erhältlichen Reparaturstift auszubessern. Sollte die Zinkschicht stark beschädigt sein, ist vorher eine handelsübliche Zinkstaubfarbe aufzutragen. Bei großen Beschädigungen empfiehlt es sich, die Profile auszutauschen.

5. MONTAGE HOLZ UK

Wird Nadelholz für die Unterkonstruktion verwendet, so soll dieses mindestens der Sortenklasse S 10 nach DIN 4074-1 entsprechen. Der Mindestquerschnitt der Auflagerhölzer muss 40 x 60 mm betragen. Wir empfehlen einen Querschnitt der Auflagerhölzer von 60 x 60 mm. Bei größeren Querschnitten ist darauf zu achten, dass die Auflagerhölzer immer hochkant eingebaut werden. Empfohlenes Verhältnis von Breite zu Höhe: b/h ≤ 2/3. Unebenheiten sind unbedingt auszugleichen.

6. AUFLAGERABSTÄNDE UND AUSSCHNÜRUNG

Bei vielen Profilen beträgt der größte zulässige Auflagerabstand 1.000 – 1.500 mm (Kontrolle siehe Statiktabellen). An Traufe und First dürfen die Profile maximal einen freien, nicht unterstützten Überstand von 200 mm haben..

Am First und Ortgang sollte dieser jedoch höchstens 70 mm betragen. Das Ausschnüren beginnt mit dem Festlegen der Trauflinie. Die Profile werden im rechten Winkel zu diesen Linien verlegt. Vom Ortgang erfolgt der erste Schnurschlag entsprechend der Tafelbreite (z. B. beim Profil TP 22-214: 1140 mm nach innen versetzt). Die weiteren Schnurschläge liegen jeweils bei der entsprechenden Nutzbreite (Baubreite), z. B. beim Profil TP 22-214 bei 1 070 mm.

AUFLAGERABSTÄNDE UND AUSSCHNÜRUNG

7. VERLEGERICHTUNG UND REIHENFOLGE

Die Verlegung der Profile erfolgt im Dach- und Wandbereich gegen die Hauptwetterrichtung. Die Deckung wird dadurch noch sicherer. Bei der Verlegung mit Querstoß wird immer erst eine durchgehende Reihe von der Traufe zum First verlegt, bevor mit der nächsten Reihe an der Traufe begonnen wird.

8. LAUFRICHTUNG DER PROFILE UND KANTTEILE

Wegen der Farbbeschichtung und/oder der Walzrichtung sind die Profile immer in einer Richtung zu verlegen. Sonst können Farbunterschiede sichtbar werden. Zur Kennzeichnung haben unsere symmetrischen Wellprofile eine Wasserfalle.

9. VLIESBESCHICHTUNG

Bei beschichteten Profilen mit Premiumvlies sind die Tafelenden mit 2 Schmelzschnitten versehen, welche ein Zurückziehen von Feuchtigkeit zuverlässig verhindern. Bei der Antikondensbeschichtung mit Universalvlies und bei nachträglich geschnittenen Profilen ist der Trennschnitt produktionsseitig nicht vorhanden. Diese Profile sind vor dem Einbau an der Traufe mit wasserlöslichem Klarlack satt einzustreichen, um die Saugfähigkeit des Vlieses zu verhindern. Ein Abbiegen der Trapezprofile wird unter 10° Dachneigung zusätzlich gefordert.

VLIESBESCHICHTUNG

10. BEARBEITUNG VON STAHL-PROFILEN

Pass- und Ausschnitte sollten mit einem Knabber hergestellt werden. Nicht zu empfehlen sind Kreissägen oder Winkelschleifer, weil die dabei auftretenden hohen Schnitttemperaturen die Zink- und Lackschicht beidseits des Schnittes verbrennen und sich somit kein Korrosionsschutzsystem mehr aufbauen kann. Nach der Verlegung müssen Bohr- und Sägespäne umgehend sorgfältig entfernt werden.

BEARBEITUNG VON STAHL-PROFILEN

11. BEARBEITUNG VON ALUMINIUM-PROFILEN

Um Alu-Profiltafeln zu schneiden, sind Handkreissägen mit grob gezahnten, hartmetallbesetzten Sägeblättern, Knabber oder Stichsägen zu verwenden. Die Trennung in Längsrichtung kann auch mittels einer Reißnadel oder Messer erfolgen (Anritzen an einem Profilknick, dann durch mehrmaliges Hin- und Herbiegen trennen). Sollte das Trennen mit einer „Flex“ vorgenommen werden, ist eine Steintrennscheibe zu verwenden!

ACHTUNG! Blanke Profile immer mit Handschuhen verarbeiten!

BEARBEITUNG VON ALUMINIUM-PROFILEN

12.1. BESONDERE HINWEISE

Aluminium-Trapezprofile dürfen nicht mit unbehandeltem Stahl oder Kupfer in Berührung kommen. Eine Trennlage aus Bitumenpappe ist in solchen Fällen genauso gut geeignet, wie ein bituminöser Anstrich oder Ähnliches. Keine Bedenken bestehen bei der Montage von Aluminium-Trapezprofilen auf verzinktem Stahl, Sortenklasse Seite 10, Holz oder der Verbindung mit Zink, Zinn, Blei, Kunststoff oder Edelstahl, Alkalische Substanzen (Kalk, Mörtel, Natron, Ammoniak oder ähnliche Stoffe) dürfen mit Aluminium keinen Kontakt haben. Zur Reinigung von verschmutzten Aluminium-Profilen ist Wasser, evtl. unter Beigabe von Spülmitteln (max. 5%) oder Reinigungsbenzin (max. 10%-ig) zu verwenden. Bei kleineren Farbbeschädigungen stehen Ausbesserungslacke zur Verfügung.

ACHTUNG! Blanke Profile immer mit Handschuhen verarbeiten!

BESONDERE HINWEISE

12.2. BEGEHBARKEIT UND SICHERHEIT

Die Begehbarkeit steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Profilform, Materialdicke und Spannweite. Dachtrapez- und Wellprofile aus Aluminium sind grundsätzlich nur mit Laufsohlen und mit entsprechender Vorsicht begehbar. Grundsätzlich muss unter anderem auf ein entsprechendes Schuhwerk, Laufen im Pfettenbereich und das jeweilige Personengewicht geachtet werden. Bitte beachten Sie bei der Montage die Unfallverhütungsvorschriften für Arbeiten an und auf Dächern.

13. FORMTEILE UND DETAILLÖSUNGEN

Neben dem Standardformteilprogramm kann eine Vielzahl an Sonderkantteilen angefertigt werden. Sollten Sie Fragen zur fachgerechten Ausführung von Detailpunkten haben, fordern Sie bitte die gewünschten Lösungen bei uns an oder wenden Sie sich an unsere Außendienstmitarbeiter.

14. ORTGANG- UND FIRSTBEFESTIGUNG

Ortgänge, Firste und andere Formteile werden mit Edelstahl-Formteilschrauben an den Trapezprofilen befestigt. Die passenden Schrauben für Holz- und Metallverbindungen finden Sie auf den Seiten 26 bis 29. Wegen der temperaturbedingten Ausdehnung der Metalle dürfen die Teile nur außerhalb des Überdeckungsbereiches verschraubt werden. Die optimale Überdeckung beträgt bei Ortgängen 100 bis 200 mm und Firsten 150 bis 200 mm. Zur sicheren Abdichtung werden im Überdeckungsbereich mittig zwei Buthyl-Kittschnüre eingelegt.

ORTGANG- UND FIRSTBEFESTIGUNG

15. Mindestdachneigung

Die Mindestdachneigung hängt von der Dachtiefe ab. Die Dachtiefe bezeichnet das Maß von der Traufe zum First. Unterhalb von 10° Dachneigung sollten Querstöße vermieden werden. Bei Dachneigungen <10° ist der Untergurt an den Profilen abzubiegen.

* ohne Querstoß ** bei geringeren Dachneigungen fragen Sie bitte unseren Außendienst.

Länge First–Traufe bis 10 m * > 10 m **
Profilhöhe ≤ 35 mm ca. 6° ca. 10°
Profilhöhe > 35 mm ca. 4° ca. 5°

16. LÄNGSSTÖSSE

Eine Längsstoßverschraubung im bewitterten Bereich des Daches ist mit Edelstahlschrauben im Abstand von max. 500 mm auszuführen. Bei Dachneigungen <=7° muss im Längsstoß ein Dichtband verlegt werden.

LÄNGSSTÖSSE

17. QUERSTÖSSE

Bis zu einer Profillänge von 7 m werden Stahltrapezprofile normal gestoßen. Die Befestigung erfolgt in jedem Wellental. Die Überdeckung beträgt im Dachbereich 200 mm, bei Dachneigungen über 20° genügen 150 mm. Bei einer Profillänge über 7 m werden die Profile mit einem Schiebestoß verbunden, um Verwerfungen zu vermeiden. Die Befestigung erfolgt auch dabei in jedem Wellental. Im Überdeckungsbereich werden Dichtbänder eingelegt. Querstöße sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, dürfen mehrere Profiltafeln, welche länger als 7 m sind, nicht auf einer Pfette und mit einer gemeinsamen Schraube befestigt werden. Bei längeren Tafeln ist ein „Schiebestoß“ anzuordnen (siehe „technische Detailblätter“). Die Mindestüberdeckung beim Dach beträgt 200 mm. Bei Ausführung mit Vliesfreierzone entfällt die Nachbearbeitung.

QUERSTÖSSE

18. Querstoßausbildung mit Anticondensvlies

Wir empfehlen die Saugwirkung des Anticondensvlieses zu unterbinden (durch Einstreichen mit Klarlack oder durch Verschmelzen). Bei einer Dachneigung <= 15° ist dies beim Premiumvlies zusätzlich zum Trennschnitt zu empfehlen.

Querstoßausbildung mit Anticondensvlies

19. WANDMONTAGE

Die exakte Ausschnürung ist bereits unter Punkt Auflagerabstände und Ausschnürung (S. 36) erwähnt und in gleichem Maß für die Wandmontage erforderlich. Vor dem Schnüren ist es vorteilhaft, das Rastermaß der Tafeln und der Planung zu prüfen, um direkt bei Beginn der Montage auf eventuelle Toleranzen reagieren zu können. Das Schraubenbild sollte mittels einer Richtschnur sehr genau kontrolliert werden. Die Querstoßüberdeckung bei der vertikal verlegten Wand sollte mindestens 100 mm sein. Die „Wasserwaage“ ist für das Ausrichten der Profile, insbesondere von Wellprofilen gänzlich ungeeignet.

20. VERSCHRAUBUNGSSCHEMEN FÜR TRAPEZ- UND WELLPROFILE / DACH UND WAND

Die Beanspruchung der Wand- und Dachflächen eines Gebäudes ist in den Randbereichen größer als auf den übrigen Flächen. Daraus ergeben sich für Stahl- und Aluminium-Profile für geschlossene Gebäude bis maximal 10 m Gebäudehöhe, einer angeströmten Gebäudebreite von max. 20 m und einem Pfettenabstand von maximal 1,5 m zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Schraubenanordnung, die hier für das jeweilige Profil schematisch dargestellt sind (Randbereich und Normalbereich). Der Pfettenabstand richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten wie z. B. Schnee- und Windlasten.

Seit Nov. 2011 gelten neue Wind- und Schneelasten laut DIN EN 1991-1-3 (Schnee) und DIN EN 1991-1-4 (Wind).

Zur Ermittlung des jeweiligen Pfettenabstandes sind die Belastungstabellen zu verwenden. Bei Pfettenabständen kleiner als 1 m ist eine Umverteilung der Schrauben auf mehrere Pfetten bzw. eine Änderung der Schraubenanordnung zulässig, wenn die Anzahl der Schrauben je qm erhalten bleibt. Am Stoß ist jedoch mindestens alle 1,5 m eine Schraube zu setzen! Bei Pfettenabständen größer als 1,5 m fragen Sie bitte unsere Fachberater oder Ihren Statiker.

b = Gebäudebreite oder -länge e = Bereichsbreite h = Gebäudehöhe A = Randbereich Wand B = Normalbereich Wand F = Eckbereich Dach G = Randbereich Dach H = Normalbereich Dach J = Randbereich First

VERSCHRAUBUNGSSCHEMEN FÜR TRAPEZ- UND WELLPROFILE / DACH UND WAND

21. VERSCHRAUBUNG IM UNTERGURT

Die Profile sollten zuerst im Wellental neben der Überlappung verschraubt werden, um die Lage des Profils vor der vollständigen Verschraubung bestmöglich zu fixieren. Profilspezifische Verschraubungsschemen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Seiten.

VERSCHRAUBUNG IM UNTERGURT

22. VERSCHRAUBUNG IM OBERGURT (SONDER-VERSCHRAUBUNG)

Die Profile sollten zuerst im Längsstoß verschraubt werden, um die Lage des Profils vor der vollständigen Verschraubung bestmöglich zu fixieren. Bei der Befestigung mit Bohrschraube JT3-2-6,5 x l mit Kalotte sind die Trapez-und Wellprofile ca. 9 mm vorzubohren. Alternativ können auch die Bohrschrauben CXCW 6.5 mit Stützgewinde ohne Kalotten verwendet werden. Bei Befestigung mit der Bohrschraube CXCW bzw. bei Befestigung mit Bohrschrauben im Untergurt (Wandprofil) entfällt das Vorbohren der Trapez-und Wellprofile.

VERSCHRAUBUNG IM OBERGURT (SONDER-VERSCHRAUBUNG)

23. LAGERUNG LICHTPLATTEN

Rhenoplast®-Lichtplatten sind grundsätzlich trocken auf ebenem Untergrund bis zu einer max. Stapelhöhe von 50 cm zu lagern. Nässe im Stapel vermeiden. Gegen Druck und Stoß ausreichend schützen. Um einen Hitzestau durch den sogen. Brennglaseffekt zu vermeiden, müssen die im Stapel gelagerten Lichtplatten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden – auch beim Transport. Hierzu genügt eine helle lichtundurchlässige Abdeckung. Lagerung in der Nähe von Wärmequellen vermeiden. Das gleiche gilt für Baustellenlagerung. Unsere Hinweise auf und in der Lieferverpackung sind unbedingt zu beachten!

24. LICHTPLATTEN BEARBEITEN

Sägen: mit feingezahnten, ungeschränkten Sägeblättern oder Trennmaschinen mit handelsüblichen Trennscheiben (z. B. Steinschneidescheibe, Diamantscheibe).

Bohren: vorzugsweise mit dem Rhenoplast®-Bohrer ø 10, 12 oder 14 mm

Bohrlochgröße: Der Ausdehnungskoeffizient von PVC-hart beträgt 0,8 mm/ m/10K Temperaturunterschied. Um die materialbedingte Ausdehnung der Rhenoplast®-Lichtplatten zu berücksichtigen, sind je nach Plattenlänge entsprechend große Bohrlöcher in den Lichtplatten vorzubohren. Es gelten die folgenden Empfehlungen: Bei Plattenlängen bis zu 3 m muss das Bohrloch 3 mm größer als der Schraubenschaftdurchmesser sein. Bei größeren Längen muss das Bohrloch entsprechend der zu erwartenden Ausdehnung mind. 12 - 14 mm groß sein. Faustregel: Je Meter Plattenlänge das Bohrloch 1 mm größer als der Schraubenschaftdurchmesser bohren, max. jedoch 14 mm.

LICHTPLATTEN BEARBEITEN

25. LICHTPLATTEN MONTAGEINFORMATIONEN

Unterkonstruktion: Die Auflageflächen der Lichtplatten (z.B. Unterkonstruktion und Bedachungsstoff) müssen weiß sein. Hierzu empfehlen wir ein weißes, UV-beständiges, einseitig klebendes Abdeckband. Die Auflagebreite beträgt mindestens 60 mm und die Dachneigung > = 5° ohne Querstoß.

Pfetten- und Riegelabstände: Die Pfetten- und Riegelabstände entnehmen Sie bitte der Tabelle Pfetten- und Riegelabstände für Lichtplatten auf Seite 41.

Dachneigung Überdeckung
über 20° 150 mm + 1 Dichtungsband
7° - 20° 200 mm + 2 Dichtungsbänder
unter 7° kein Querstoß

Verlegung: Die Verlegung erfolgt in der Regel entgegen der Hauptwetterrichtung. Lichtplatten dürfen nicht vor bzw. über dunklen Hintergründen oder Isolierungen verlegt werden. Beim Einbau der Lichtplatten auf Einhaltung der jeweiligen Baubreite achten. Die Lichtplatten dazu vor dem Befestigen nach Erfordernis zusammenschieben.

Querstoß Wand: Die Überdeckung des Querstoßes beträgt in der Regel mind. 150 mm.

Verbindung im Längsstoß: Eine Verbindung der Lichtplatten im Längsstoß zwischen den Auflagern ist im Regelfall nicht notwendig. Sofern Verbindungen im Längsstoßbereich ausgeführt wurden, ist folgendes zu beachten: In der Verbindung Lichtplatte/Lichtplatte und Lichtplatte/Bedachungsstoff empfehlen wir den Einsatz von Klemmbefestigern (Lap Lox/Klemmschraube RLS 25).

Dachbefestigung: Die Befestigungen sind in der Regel auf der Hochsicke anzubringen. Zur Befestigung empfehlen wir bei Wellprofilen die Verwendung von Abstandhaltern und Kalotten, bei Trapezprofilen die Verwendung von Kalotten mit auf-vulkanisierter Dichtung. Befestigungen in der wasserführenden Ebene ist unbeding vorher mit unserer Technikabteilung zu besprechen. Der freie Lichtplattenüberstand darf, ausgehend vom letzten Befestigungspunkt, max. 200 mm betragen.

Wandbefestigung: Die Befestigung erfolgt im Untergurt und muss größer Aufgebohrt werden. Vorsicht vor zu festem Anziehen der Schrauben und die Ausdehnung berücksichtigen. Begehbarkeit: Rhenoplast®-Lichtplatten sind ohne Hilfsmittel grundsätzlich nicht begehbar. Sie dürfen nur auf Laufbohlen, die mindestens über 2 Pfettenfelder reichen, begangen werden. Die entsprechenden Schutzmaßnahmen der Unfallverhütungsvorschriften sind zu beachten.

Profil Dicke
mm
Dacheindeckung
(in m)
Wandbekleidung
(Riegelabstände in m)
Schneelast
0,68 kN / m²
Schneelast
0,88 kN / m²
Gebäudehöhe
bis 8 m
Gebäudehöhe
8 m bis 20 m
Windzonen 1 + 2
Mittelfeld Endfeld Mittelfeld Endfeld Mittelfeld Endfeld Mittelfeld Endfeld
Trapezprofile (Angaben in m)
TP 20-751,20,810,640,750,590,950,750,800,65
TP 22-2141,20,630,500,580,450,650,500,550,45
TP 35-2071,51,210,951,120,871,401,101,200,95
TP 45-1501,51,451,141,341,051,701,351,451,15
TP 45-3331,51,281,011,180,931,501,151,251,00
TP 50-2501,51,511,181,391,091,751,351,501,15
Wellprofile (Angaben in m)
WP 18-761,20,740,580,680,540,850,700,750,60
WP 55-1771,51,391,091,281,001,601,251,401,10